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Kräutertees im Ökotest – viele Tees stark belastet

Die Zeitschrift Ökotest nahm 22 Kräutertees (davon acht Bioprodukte) unter die Lupe und kam zu einem ernüchternden Ergebnis: Viele Sorten sind mit Pyrrolizidinalkaloiden belastet. Lediglich Biotees kamen besser weg.

Pflanzeneigener Schutz

Bei Pyrrolizidinalkaloiden handelt es sich um sekundäre Pflanzenstoffe, die die Pflanzen bilden, um sich vor Fraßfeinden zu schützen. Laut Bundesinstitut für Risikobewertung sollen bis zu 3,4 Milligramm dieser Stoffe in einzelnen Sorten stecken. Im Tierversuch kam heraus, dass eine einige dieser Pyrrolizidinalkaloide krebserregend und leberschädigend sind. Eine langfristige Aufnahme könne gar zur Leberzirrhose führen. Laut Stellungnahme des Bundesinstituts für Risikobewertung sei „trotz der in Einzelfällen unerwartet hohen PA-Gehalte in den gemessenen Proben eine
akute Gesundheitsschädigung bei kurzfristiger Aufnahme (bis zu 14 Tagen) für Erwachsene und Kinder unwahrscheinlich“.

Die Pyrrolizidinalkaloide kommen häufig aus mitgerenteten Pflanzen wie dem Jakobskreuzkraut oder dem Gewöhnlichen Natternkopf in den Tee.

Ökotest untersuchte 22 Kräutertees auf Pyrrolizidinalkaloide und auf Pestizidrückstände. In den Biotees wurden allenfalls Spuren giftiger Rückstände gefunden, während in den herkömmlichen Tees erhöhte Mengen an Pyrrolizidinalkaloiden und Pestizidrückständen nachgewiesen wurden.

Die höchsten PA-Gehalte wiesen die Tester im King’s Crown Kräutertee Feine Kräuter, Beutel von Rossmann nach. Im Test stellte sich allerdings kein einziger der konventionellen Tees als völlig einwandfrei heraus. Bei den konventionellen Tees bekamen lediglich der Rewe Ja! Pfefferminze und der Milford Kräutertraum gute Noten.

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